Ein bisschen was zur Geschichte der Besenwirtschaften

Der Ursprung der Besenwirtschaften geht zurück auf Karl den Großen. Der Landesherr war ein Förderer des Weinbaus und verfügte im Jahr 791 per Erlass, dass die Bauern auch ohne Schankkonzession ihren Wein direkt an durstige Trinker verkaufen durften. Zur Kennzeichnung eines solchen Ausschanks sollten sie einen Kranz aus Tannenreisig am Haus befestigen. Die Tradition ist bis heute geblieben, allerdings wurde aus dem Kranz der Besen.

 

Heute sind die Besenwirtschaften ein fester Bestandteil der Württemberger Weinkultur und Lebensart.

Das spezielle Feeling im Besen ist gemütlich, günstig und gesellig.

Per Gesetz darf ein Wengerter auch heute noch ohne Konzession seinen Besen bis zu vier Monate im Jahr öffnen.

Die Anzahl der Sitzplätze ist begrenzt - aber es findet sich auf unerfindliche Weise immer noch irgendwo ein Plätzchen. Bei Bedarf wird einfach zusammengerutscht.

Neben hauseigenen Weinen dürfen im Besen nur kalte oder einfache, warme Speisen angeboten werden - eben die typischen Vespergerichte.